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Über 200 Tumblings, Ziel erreicht! |
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Geschrieben von Chrigel Maurer (Montag, 1. Juni 2009)
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Infinity Tumbling Weltrekord vom Sonntag, 31. Mai 2009
Da nach einem ersten Trainingsflug am Nachmittag dichtere Wolken
aufgezogen waren, und zudem die Thermik und der Wind noch zu stark
waren, konnte der Hubschrauber erst um 19:45 Uhr starten. Der Helipilot
konnte meine Wunschabsprungshöhe nicht ganz einhalten, auf ca.
3300m.ü.M war Schluss.
Dennoch verblieben mir gut 3000m über dem
Landeplatz. Die Berechnungen um den Landeplatz bei diesem Wind auch zu
treffen waren aufwändig, aber sehr wichtig. Ich kann während den
Tumbels nicht steuern und da der Landeplatz in einem relativ engen Tal
zwischen 400m hohen Hügeln lag, machte das die Aufgabe nicht gerade
einfacher.
Der Absprung verlief wie immer problemlos und auch die Einleitung nach wenigen Sekunden Flug klappte bestens. Nach Halbzeit "durchtumbelte" ich eine dünne Wolkenschicht, welche sich am bilden war. Darunter war es dann, wie angenommen, thermisch etwas aktiv, wobei ich die ersten Unruhen der Luft noch gut zu korrigieren vermochte. Der Hals und Bauch begannen nun immer stärker zu schmerzen und die Finger verkrampften sich. Ich versuchte mich locker zu halten, aber das gelang mir nicht. Die Belastungen waren, mit bis 6G, einfach zu extrem, um locker zu bleiben. Einfach durchhalten, das war das Einzige was nun zählte. Seit dem ersten Rekord habe ich beim Training gelernt, die Umgänge zu zählen. So war ich nach 200 Umdrehungen erst mal erleichtert aber auch am Ende meiner Kräfte. Besonders die Halsmuskulatur machte mir zunehmend Probleme. Als es nach ca. 207 Turns nochmals unruhig wurde, leitete ich sicherheitshalber aus. Zu meinem Erstaunen war ich, wie nach Berechnung, genau über dem Tal angekommen und hatte noch ausreichend Sicherheitshöhe. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage irgendwelche schönen Manöver zu fliegen. Das tat mir vor allem für die vielen Zuschauer leid, von welchen ich am Landeplatz empfangen wurde. Es war schlicht überwältigend, vor dieser beeindruckenden Kulisse einzufliegen und zu Wissen es geschafft zu haben!
Interessant waren die Pulsmessungen, welche ich mit meiner Suunto t6c gemacht habe. Im Vergleich zum ersten Rekord in Grindelwald, war mein Puls während dem Steigflug im Hubschrauber mit ca. 130 Schlägen um einiges tiefer. Beim Aussteigen war es jedoch mit der Ruhe vorbei. Mein Puls stieg rasant auf bis 180 Schläge an. Beim einleiten des Tumblings ging mein Puls zurück auf 164, dann durch die Belastung langsam wieder hoch und nach knapp 6 Minutenherumschleudern lag er wieder bei 177.
Ich möchte mich ganz herzlich bei den Organisatoren bedanken, dass sie es mir ermöglicht haben diesen Rekord im Rahmen der BaWü 2009 zu realisieren. Ein grosses Dankeschön geht aber auch an die ganze ADVANCE Crew und an meine übrigen Sponsoren. Nur dank ihnen kann ich mich voll und ganz auf meine Aufgabe konzentrieren, denn nur mit dem Wissen, über das beste Material zu verfügen, sind solche Leistungen möglich!
Chrigel Maurer
Bawü Airgames
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